Jacobi Motor 1834 Funktionsmodell

Konstruiert und fotografiert von Rüdiger Riedel.
Hochgeladen am 21.11.2016, 17:35 von Rüdiger Riedel.  5 / 10

Schlagworte: Jacobi, Motor, Elektromotor

Jacobi Motor 1834 Funktionsmodell

Der Stator besteht aus 4 Elektromagneten des älteren Typs 31324, der Rotor aus 4 der neueren Magneten 32363. Dahinter steckt keine Philisophie sondern mein Bestand. Beim Nachbau ist zu beachten, dass sich die Pole von Stator und Rotor alle 45° gegenüberstehen müssen, deswegen der gedrängte Aufbau. Die Magnete sind jeweils parallel geschaltet. Je Umdrehung muss die Stromrichtung achtmal umgeschaltet werden. Der Stromwender (Kommutator, Kollektor) besteht aus dem Stufenschalter-Unterteil 31311, dessen Kontakte mit dem Spurkranz 35756 fixiert werden. Die Schleifkontakte bilden 2 Achsen, die von je einem Scharnier 36329 an die Kontakte gedrückt werden. Mit 14 V Versorgungsspannung wird eine Drehzahl von etwa 80 U/min erreicht. Im Original wurden 4 Stromwender mit je 1 Schleifkontakt verwendet, jeder Stromwender bestand aus 4 leitenden und 4 nichtleitenden Sektoren. 2 dieser Stromwender mit je 2 Schleifkontakten hätten die gleiche Funktion ausüben können. Mein Versuch mit 2 Paar Schleifringen und je 4 Unterbrecherstücken ist am hohen Reibungswiderstand der Unterbrecherstücke gescheitert.

Stefan Falk (21.11.2016, 18:14:03)

Das ist ja mal eine tolle Variante: a) Wegen der Polumschaltung über das Stufenschalter-Oberteil und b) weil die Federkontakte darin offenbar gerade um den Statik-Spurkranz passen. Außerdem gefällt mir die Realisierung der Schwungmasse über die vielen Winkelbausteine super. Alles in allem also: Klasse!

Gruß, Stefan

Rüdiger Riedel (21.11.2016, 19:05:32)

Hallo Stefan, der Rotor braucht keine Schwungmasse. Das Rad habe ich in Anlehnung an das Original angebracht, bei dem die Magnete auf einer Holzscheibe befestigt waren.

geometer (21.11.2016, 22:05:45)

Großartig! Muss ich unbedingt einmal nachbauen. Momentan fehlen mir dazu leider drei E-Magneten und etwas Zeit.

Viele Grüße

Thomas

Marten70 (22.11.2016, 21:46:54)

Spitze! Das ist eine clevere Benutzung des Drehschalters! Sehr schönes Modell. Gratuliere!

MfrGr Marten

Rüdiger Riedel (22.11.2016, 21:58:48)

Danke!

Viele Grüße Rüdiger

Rüdiger Riedel (24.11.2016, 19:21:31)

Kleine Ergänzung: Ich habe die Schleifkontakte neu justiert, der Motor läuft jetzt bereits mit 10 V. Der Polwendeschalter (31331) hinten Mitte, dient zum Umpolen der Statormagnete und damit Änderung der Drehrichtung. Ein Umpolen der Versorgungsspannung reicht dazu nicht, da dann sowohl Stator als auch Rotor umgepolt werden. Das bedeutet aber auch, dass der Jacobi Motor mit Wechselstrom betrieben werden kann! Und tatsächlich läuft er prima mit 14 V Wechselstrom.

peterholland (26.11.2016, 12:04:07)

Beim Nachbau ist zu beachten, dass sich die Pole von Stator und Rotor alle 45° gegenüberstehen müssen ………….

Sind alle 4 Magneten der Stator parallel geschaltet ?

Beim Rotor gibt es 8/2 = 4 gegen über stehende Kontakten. Hat jeder gegenüber stehende Kontakten-Paar eine Elektromagnet am Rotor ?

Gruss,

Peter Poederoyen NL

Rüdiger Riedel (26.11.2016, 21:19:44)

Hallo Peter, ja, alle 4 Statormagnete sind parallel geschaltet und werden über den separaten Umschalter mit Spannung versorgt. Je 4 Kontakte des Stromwenders (Drehschalter) sind miteinander und einer Seite der parallel geschalteten Rotormagnete verbunden. Wichtig ist, dass die Schleifkontakte um 45° versetzt angeordnet werden. Siehe auch mein Schaltbild, sobald es vom Admin freigeschaltet wird.

Viele Grüße Rüdiger