FAQ: Fotografieren von ft-Modellen

Fotografieren von fischertechnik-Modellen

Version 1.0 von Martin Westphal (Masked)

Stand: 16.06.09

Achtung: Die Bilder werden schnellstmöglich eingefügt!

Inhalt:

  1. Wieso & Wofür?

  2. Wie es nicht sein sollte

  3. So funktionierts

• Für Alle

• Für Kompaktkameras

• Für SLRs/Bridge

  1. Rettungsversuche (Bildbearbeitung)& Hochladen

  2. Sonstiges

  3. Wieso

Inzwischen hat die ftcommunity beachtliche Ausmaße angenommen. Mehr als 17.000 Bilder und 750 User. Täglich kommen im Durchschnitt etwa 7 Fotos dazu. Und immer wieder müssen wir als Moderatoren beim Freischalten unscharfe, schlecht zu erkennende, zu dunkle oder anderweitig unbrauchbare Bilder aussortieren. Das finden wir schade und deshalb schreibe ich hier dieses Tutorial.

Ich werde darauf verzichten, Begriffe wie Belichtungszeit, Blende oder ISO-Wert zu erklären. Dabei helfen die Bedienungsanleitung, Wikipedia oder die unter 6. genannten Seiten sehr gut weiter.

  1. Wie es nicht sein sollte

Hier einfach mal ein paar Beispielbilder, um zu zeigen wie es nicht sein sollte. Unten drunter dann immer die Kritikpunkte.

Beispiele:

Unscharf

Zu dunkel

Falscher Ausschnitt

Blitzspiegelungen

Gegenlicht

Kommen, sobald es mir gelungen ist, solche Bilder zu machen oder auf der ftc zu finden ;-)

  1. So funktionierts

3.1 Für Alle

Hintergrund

Schnelle Antwort: Möglichst gleichmäßig, hell und einfarbig.

Ausführliche Antwort:

Der Hintergrund ist ein Thema, das man bereits vor dem eigentlichen Fotografieren überdenken sollte. Denn wenn das Modell einmal steht, kann man am Hintergrund nur noch wenig ändern. Am Wichtigsten ist es, auf einen möglichst einfarbigen und gleichmäßigen Hintergrund zu achten. Dafür gibt es natürlich viele Beispiele.

Im professionellen oder ambitionierten Amateurbereich wird sehr gerne Stoff verwendet, der dann möglichst knitterfrei drapiert wird. Hier eignen sich alte Bettlaken sehr gut, diese sind auch groß genug um bei fast allen Modellen als Hintergrund zu dienen.

Ebenfalls empfehlenswert ist Tonkarton, der allerdings schwieriger zu handhaben und auch teurer als Bettlaken ist. Dafür wirft er keine Falten. Als Alternative bei ganz kleinen Modellen oder Baugruppen funktioniert natürlich auch ein großes Blatt Papier sehr gut. Ihr habt gerade euer ft-Zimmer neu tapeziert und noch weiße Tapete übrig? Perfekt, die eignet sich wunderbar als Hintergrund.

Bei nicht ganz so hohen Ansprüchen eignet sich auch jede andere möglichst einfarbige Fläche. Beispiele hierfür sind helle Teppichböden, Gartentische, Tapeten oder Ähnliches.

Licht

Schnelle Antwort: Ausreichend! -> Ohne gescheites Licht geht Garnichts!

Ausführliche Antwort:

Das wichtigste Thema beim Fotografieren ist das Licht. Es sollte immer genügend vorhanden sein und außerdem richtig angewendet werden.

Es empfiehlt sich, immer mehrere Lichtquellen zu verwenden, damit man unschöne Schatten vermeiden kann. Ich verwende immer mehrere Halogen-Schreibtischlampen, die aus verschiedenen Richtungen auf das Modell strahlen. Üblicherweise empfiehlt es sich, eine Lampe links und eine recht neben die Kamera zu stellen:

Lichtsetup Theorie

In der Realität lässt sich das dann Folgendermaßen umsetzen:

Lichtsetup Praxis So habe ich z.B. den Pistenbully fotografiert.

Eine sehr gute Lichtquelle ist natürlich auch die Sonne bzw. das Tageslicht prinzipiell. Eine stärkere Lampe wird man so schnell nicht auftreiben können ;-)

Dabei sollte man allerdings darauf achten, am Besten nicht in der direkten Sonne sondern im Schatten zu fotografieren. Sonst sind viele Kameras schnell überfordert und stellen die Farben nicht mehr richtig dar(starkes rot/gelb, zu starker Kontrast).

Falls das vorhandene Licht gar nicht reichen sollte, kann man natürlich auch einen (eingebauten) Blitz verwenden. Allerdings entsteht hier das Problem, das viele eingebaute Blitze in Kompaktkameras nicht stark genug sind und der Hintergrund im Dunklen versinkt.

Außerdem spiegeln viele ft-Bauteile sehr gut, so dass sich das Blitzlicht hier spiegelt und dann helle Flecken auf dem Bild zu sehen sind.

Insgesamt würde ich den Blitz höchstens empfehlen, um Modelle zusätzlich aufzuhellen, also nur als zweite oder dritte Lichtquelle zu verwenden.

Falls es einfach nicht möglich ist, genügend Licht zu beschaffen, kann man auch mit einem Stativ arbeiten(siehe unten)

Grundsätzlich gilt, egal bei welcher Lichtquelle, dass man nicht gegen das Licht fotografieren sollte.

Bildausschnitte

Schon beim Fotografieren sollte man darauf achten, den Bildausschnitt richtig zu wählen. Sonst entstehen Fotos wie Beispielbild###.

Bei den heutigen Kameras, bei denen Pixelzahl und Auflösung keine Rolle mehr spielen, kann man den gewünschten Ausschnitt einfach etwas größer nehmen und dann am PC passend wählen (siehe 4. Rettungsversuche).

Stativ

Um zu verhindern, dass Bilder bei zu langer Belichtungszeit verwackeln oder unscharf werden, kann man ein Stativ verwenden. Dabei reicht für viele Kompaktkameras bereits ein kleines, günstiges Stativ für unter 10 Euro. Für Spiegelreflexkameras darfs dann auch gerne mal etwas größer, stabiler und natürlich auch teurer sein.

3.2 Für Kompaktkameras

•Modi

•Makrofunktion

3.3 Für SLRs/Bridge

Prinzipiell sollte man immer versuchen, eine möglichst kleine Blende (-> große Blendenzahl, z.B. 10) zu verwenden, um eine hohe Schärfentiefe zu erreichen. Denn schließlich soll das komplette Modell scharf sein und nicht nur ein kleiner Ausschnitt, auf den man konkret fokussiert hat.

Es hat sich gezeigt, dass bei stehenden Modellen Belichtungszeiten bis ungefähr 1/20 s verwacklungsfrei möglich sind. Alles, was darüber hinausgeht, wird ohne Stativ oder Bildstabilisator meist verwackelt sein.

Als zusätzlicher Faktor kann man bei zu wenig Licht den ISO-Wert hochsetzen, bei modernen Kameras sind ISO 800 oder sogar 1600 kein Problem mehr. Falls es allerdings möglich ist, sollte man mehr Licht einer Änderung dieser Einstellungen vorziehen.

Gerade bei Makroaufnahmen (kurze Distanz zwischen Kamera und zu fotografierendem Objekt) scheitert der eingebaute Autofokus (AF) der Kameras häufig. Hier hilft es, diesen auszuschalten und manuell scharf zu stellen (siehe Bedienungsanleitung der Kamera).

  1. Rettungsversuche& Hochladen

Zum Hochladen und vorherigem Bearbeiten eignet sich der „SF ft Community Publisher“ sehr gut. Er bietet alle Funktionen, die für Korrekturen an ft-Bildern nötig sind. Herunterladen kann man ihn bei seinem Programmierer Stefan Falk unter http://www.ct-systeme.com/Seiten/go-publisher.aspx.

Hier gibt es auch Bedienungsanleitungen.

Auf Folgende Dinge sollte man achten bzw. folgende Dinge kann man, falls nötig, korrigieren:

• Ausschnitt

• Helligkeit/Kontrast

• Farbsättigung

• Gamma

• Schärfe

Am Besten probiert man einfach mal, an den Reglern herumzuspielen. Wenn das Bild besser ist danach, lässt man ihn so stehen ;-)

Grundsätzlich gilt, dass man für ein Modell, dass in 3 Bildern erklärt ist, nicht 15 Bilder hochladen muss. Im Zeitalter der digitalen Kameras kann man ruhig ein paar mehr Bilder machen, solange man dann am Computer gnadenlos aussortiert. Schlechte Bildqualität-> löschen. Ähnliches oder identisches Bild schon vorhanden -> löschen. Und so weiter und so fort. Wenn man zwei oder drei Versuche braucht, ist es auch nicht dramatisch – man kann ja löschen.

  1. Sonstiges

Wer sich noch tiefer in die Materie Fotografie einarbeiten will, findet Hilfe in folgenden Foren und auf folgenden Webseiten (diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und darf gerne ergänzt werden):

www.dslr-forum.de

www.dforum.net

www.fotocommunity.de/forum

www.psd-tutorials.de

www.die-produktfotografie.de (besonders das Entchen-Tutorial gilt genauso für ft-Modelle!)

Danke an:

Frederik & Heiko für Anregungen, Korrekturlesen und Fotografietechnische Unterstützung

Stefan Falk für den genialen Publisher


Erstellt und hochgeladen von Ma-gi-er.
Hochgeladen am 22.3.2016.

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