Kaiser-Wilhelm-Brücke (Drehpfeiler)

Konstruiert von Dirk Fox & Johann Fox. Fotografiert von Dirk Fox.
Hochgeladen am 16.4.2011, 18:30 von Dirk Fox.  4 / 6

Der Antrieb im Drehpfeiler erfolgt über einen Drehkranz mit Rastschnecke. Das Gewicht der Brücke stützt sich auf den Drehkranz und vier Seilrollen, die (ähnlich der Originalbrücke, siehe http://www.ftcommunity.de/details.php?image_id=13457) auf einem Kreisbogen aus gebogenen Flachträgern (60°) laufen. (An der Konstruktion hatte Johann wesentlichen Anteil.)

Stefan Falk (16.4.2011, 18:35:06)

Den gelben Statikbaustein rechts habt Ihr ja raffiniert genutzt, so dass die Seilrolle dran vorbei kann. Schön!

Gruß, Stefan

Dirk Fox (17.4.2011, 11:41:49)

Danke! Ja - das war Johanns Idee. Er hat sich strikt an Haralds Methode des “ich-probiere-jedes-denkbare-Teil-durch-bis-ich-das-beste-gefunden-habe” gehalten… ;-)

Gruß, Dirk

Udo2 (18.4.2011, 15:57:24)

Hallo Dirk und Johann, da ist euch zweifellos ein gutes Modell gelungen. Wenn man die Dokumentation zum Original richtig verfolgt, erkennt man daß kein Drehkranz vorhanden ist. Der drehende Brückenteil wird radial durch einen Lagerzapfen in der Drehachse geführt. Die Last wird über die Rollen auf einen Laufring übertragen. Da auf Grund der Bauhöhe der Körperschwerpunkt hoch liegt, sind ihre Achsen geneigt. Der projektierte Schnittpunkt der Senkrechten auf den Achsen in den Radmitten trifft sich oberhalb des Körperschwerpunktes. Damit wird die Stabilität des Bauwerks z.B. gegen Windlast wirksam über diese Vergrößerung der Stützfläche gesichert. Der Antrieb des Drehteils erfolgt mittig oberhalb des Lagerzapfens. Gruß, Udo2

Udo2 (18.4.2011, 16:16:32)

Ergänzung: Die Rollen 2x4 sind unterhalb an den beiden Außenseiten des Doppelauslegers angeordnet. Damit wird einer drehenden Windlast an den Auslegern geschickt begegnet.

Udo2 (18.4.2011, 17:03:16)

“an den beiden Außenseiten” muß richtig heißen “quer zu den beiden Außenseiten”

stephan (19.4.2011, 15:54:51)

Die Brücke ruht nur im geöffneten Zustand auf den Rollen und in der Mitte auf dem sogenannten Königsstuhl (ein großes extra angefertigtes Bronzelager). Im geschlossenen Zustand ruht sie auf den Widerlagern an den Landseiten der Brücke. Kann man evtl. auf dem Bauplan (http://www.ftcommunity.de/details.php?image_id=13637#col3) erkennen. Sie könnte notfalls auch von Hand geöffnet werden was aber 4-6 starke Männer beansprucht und ca. eine Stunde dauert .

Udo2 (19.4.2011, 20:02:18)

Mein Kommentar bezog sich natürlich nur auf die Situation beim Drehen. Ohne Hubwerk mit dann fehlender Möglichkeit des Aufsetzens der Ausleger beim Schließen würde die Brücke durch den Fahrverkehr sich sonst an den Auslegern aufschwingen und havarieren … Gruß, Udo2